JSD Geschäftsbericht 2019
Ein weiterer Bestandteil des Risikomanage- mentsystems sind die Kontrollfunktionen, die von Stabs- und Servicestellen in den Bereichen Finanzen, Personal, Einkauf, Un- ternehmens- und Beteiligungscontrolling, Medizincontrolling, Recht und Complian- ce, Interne Revision, Qualitätsmanagement und durch das zentrale Schadensmanage- ment wahrgenommen werden. Um mögli chen Risiken aus rechtlichen und steuer- rechtlichen Sachverhalten zu begegnen, stützt die JSD ihre Entscheidungen neben dem internen Sachverstand auch auf geziel- te externe Beratungen. Im Rahmen des Risikomanagements unter- zieht sich die JSD mit allen Tochterunter- nehmen jährlich einem Bonitätsrating der Deutschen Bundesbank. Darstellung und Erläuterung der Risiken der künftigen Entwicklung Strategische Risiken Die in der Unternehmensstrategie festgeleg- ten Ziele und Maßnahmen wurden in einer mittelfristigen Planungsrechnung für die Jahre 2020 bis 2022 abgebildet. Die zentra- len Eckpunkte bestehen dabei in dem an- gestrebten Wachstum der Betriebsleistung, der Produktivitätsentwicklung, abgebildet durch das operative Betriebsergebnis vor investivem Ergebnis und Finanzergebnis (EBITDA) und dem Ergebnis nach Steuern (EAT) sowie in dem geplanten Investitions- volumen bei gleichzeitiger Sicherstellung der zukünftigen Investitionsfähigkeit und Schuldentilgungsfähigkeit. In der Planungsrechnung wurden bei der Ermittlung des EBITDA für wesentliche, das Ergebnis beeinflussende Aufwands- und Er- tragspositionen entsprechende Annahmen getroffen. Diese Planungsprämissen werden maßgeblich durch externe Einflussfaktoren Integriertes Risikomanagement Die Aufbau- und Führungsorganisation der JSD gAG als strate- gische Management-Holding mit klaren Trennungen von Auf- sichts- und Ausführungsfunktionen ist die Grundlage eines effektiven Risikomanagements. Da Strukturen einem perma- nenten Änderungsprozess unterliegen, wird das Risikomanage- ment der JSD kontinuierlich weiterentwickelt und an neue Rah- menbedingungen angepasst. Die Handlungsfelder des Risikomanagementsystems werden dabei aus der regelmäßig aktualisierten Unternehmensstrate- gie abgeleitet. Unter Berücksichtigung einheitlicher Standards werden für alle Wirtschaftseinheiten und Tochterunternehmen strategische und operative Planungsprozesse durchgeführt. Die dabei verwendeten Parameter unterliegen einer ständigen Beobachtung und kritischen Hinterfragung, sodass Abwei- chungen und die daraus resultierenden Risiken und Chancen frühzeitig identifiziert und bewertet werden können. Die Ab- leitung der jährlich durchgeführten operativen Planungen aus den strategischen Zielen ist mit einem zwischenzeitlichen Ziel- abgleich verbunden, der gegebenenfalls Handlungsbedarfe aufdeckt. Durch ein standardisiertes Controlling- und Repor- ting-System über definierte Steuerungskennzahlen werden diese Planungen fortlaufend mit dem tatsäch- lichen Geschäftsverlauf abgeglichen und bewertet. So ist ein frühzeitiges Erkennen potenzieller Risiken sichergestellt, um zielgerichtet die erforderlichen Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Darüber hinaus erfolgt über regelmäßige Quartalsgespräche so- wie Führungs- und Spartenkonferenzen eine ständige Bericht- erstattung zur Geschäftsentwicklung und zur Bewertung von Frühwarnindikatoren. Der Vorstand berichtet außerdem regel- mäßig an den Aufsichtsrat. 2. Risikobericht standardisiertes CONTROLLING und REPORTING SYSTEM Johannesstift Diakonie Geschäftsbericht 2019 L AGE B E R I CHT 88
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