JSD Geschäftsbericht 2019

Das Gesamtergebnis der ambulanten Versor- gungseinrichtungen ist bei einer Betriebs- leistung von ca. 9,4 Mio. EUR mit einem EAT von ca. 0,5 Mio. EUR geplant. ImBereichder Personalkosten istmit tarifbe- dingten Kostensteigerungen von 2% bis 5% zu rechnen. Für die JSD gAG werden die Per- sonalkosten voraussichtlich rund 16,0 Mio. EUR, für den Konzern rund 435,0 Mio. EUR, betragen. Dabei werden die Basisfallwert- steigerungen für Krankenhausleistungen nur einen Teil der Kostensteigerungen im Kran- kenhaussektor kompensieren. Um die Wettbewerbsfähigkeit und Struk- turqualität der Einrichtungen sicherzustel- len, sind die Krankenhäuser weiterhin zur nachhaltigen Finanzierung der eigenmit- telfinanzierten Investitionen und der damit einhergehenden Belastung des investiven Ergebnisses gezwungen. In 2020 sind Inves- titionen in der Sparte Krankenhäuser und Ambulante Versorgungszentren in Höhe von rund 40,2 Mio. EUR geplant. Im Land Berlin sollen im Jahr 2020 Investitionen in Höhe von ca. 180,0 Mio. EUR gefördert werden. Dennoch wird in Berlin der Bundesdurch- schnitt nicht erreicht. Mittelfristig können die dargestellten Rah­ menbedingungen und Kostenentwicklungen nur durch Skalen- und Verbundeffekte aus Leistungswachstum oder Konzentrations- prozessen unter den Trägern ausgeglichen werden. Aufgrund des bestehenden Fixkos- tendegressionsabschlages ist es jedoch nur schwer möglich, Preissteigerungen durch eine Ausweitung der Leistungen zu kompen­ sieren. Es ist davon auszugehen, dass sich durch die veränderten gesetzlichen Rah- menbedingungen im Krankenhaus- und Pfle­ gemarkt der bereits bestehende Verdrän- gungswettbewerb weiter verstärken wird. Krankenhäuser undAmbulante Versorgungseinrichtungen In 2020 erhöht sich der Bundesbasisfallwert um 3,8% auf 3.679,62 EUR. Die Grenzen des Basisfallwertkorridors liegen bei −1,02% und +2,5% um den Bundesbasisfallwert. Der Landesbasisfallwert beträgt für das Jahr 2020 in Berlin 3.670,45 EUR (Mecklenburg- Vorpommern: 3.666,23 EUR und Sachsen- Anhalt: 3.663,13 EUR). Die Ertragsentwicklung der Krankenhäuser wird in 2020 weiterhin von den Vergütungs- regelungen für Mehrleistungen durch den Fixkostendegressionsabschlag belastet. Die Krankenhausvergütung wird darüber hin- aus ab 2020 auf eine Kombination von Fall- pauschalenund einer Pflegepersonalkosten- vergütung umgestellt. Dieses Pflegebudget berücksichtigt die Aufwendungen für den Pflegepersonalbedarf und die Pflegeperso- nalkosten für die Patient*innenversorgung auf bettenführenden Stationen. Die DRG-­ Berechnungen werden um diese Pflegeper- sonalkosten bereinigt. Bis zu einer verbind- lichen Vereinbarungmit den Krankenkassen über die Höhe des Pflegebudgets besteht das Risiko von Erlöseinbußen aus anzurechnen- den Pflegepersonalkosten nach PpSG und bisheriger DRG-Berechnung. In der Planung 2020 der Sparte Krankenhäuser wurden un- sichere Positionen bei der Berechnung des Pflegebudgets mit differenzierten Risikoab- schlägen berücksichtigt. Für 2020 erwartet die Sparte Krankenhäuser eine Betriebsleis- tung von rund 450,0 Mio. EUR. Das geplante EBITDA wird sich im nächsten Jahr auf ca. 17,0 Mio. EUR belaufen. Das geplante EAT liegt bei rund 6,0 Mio. EUR. 3. Prognosebericht Johannesstift Diakonie   Geschäftsbericht 2019 L AGE B E R I CHT 92

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