JSD Geschäftsbericht 2019

Wachstumskurs fort. Ein Beispiel ist die Bildungskampagne „Kin- der beflügeln“, bei der Grundschulkinder aus den sogenannten Brennpunktschulen in Berlin und Brandenburg über vielfältige Bildungsangebote gefördert werden. In der Behindertenhilfe ließen sich durch die erfolgreiche Akquisition von zusätzlichen Projektmitteln neue Betätigungsfelder erschließen. Hervorzuhe- ben ist die Zusammenarbeit der Behindertenhilfemit der Gesell- schaft DieWille, die in Berlin-Neukölln gemeinsamein Inklusions- forummit Coaching-Angeboten für Menschen mit Behinderung eröffneten. Nicht geplant war demgegenüber die wirtschaftliche Ent- wicklung einzelner Tochtergesellschaften in der Sparte Pflege & Wohnen, die das Konzernjahresergebnis belastete. Die wirt- schaftliche Entwicklung einiger Pflegeeinrichtungen erforderte die Einleitung von Konsolidierungsmaßnahmen. Die Wirkung dieser kurzfristig angestoßenen Maßnahmen wird sich in 2020 zeigen. In der Gesamtsicht der Johannesstift Diakonie war 2019 mit einer Steigerung der konzernweiten Gesamtleistung um 5,6% zumVorjahr auf 601,9Millionen Euro, einem EBITDA von 26,5Mil- lionen Euro und einem Jahresergebnis von 4,5 Millionen Euro unter den gegebenen Anforderungen auch in wirtschaftlicher Hinsicht ein gutes Jahr. Das größte Vermögen der Johanness- tift Diakonie sind aber dieMitarbeiterinnen undMitarbeiter, die in allen Einrichtungen täglich mit ihrem professionellen und zu- gewandten Einsatz ihr Bestes geben. Ohne siewäre die erfolgreiche Entwicklung über die vielen Jahre hinweg nicht möglich ge- wesen. ImNamen des gesamten Vorstan- des danke ich unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre hervorragende Arbeit des vergangenen Jahres. Ihr Andreas Mörsberger Sprecher des Vorstandes Vorstand Finanzen Monaten über breit angelegte Image- Kampagnen vorgestellt. Geprägt war das zweite Jahr nach der Fusion weiterhin von Aktivitäten zur Har- monisierung von Servicestrukturen. Im Vordergrund standen dabei die Zusam- menführungen in den Bereichen Finan- zen, Personal, Facility-Management und Informationssysteme. Mit der Integration der dezentralen IT-Systeme im Rechen- zentrum der Johannesstift Diakonie wur- de zudemdie bestehende IT-Infrastruktur erneuert. Ein weiterer Meilenstein der zentralen Services wurde mit der Inbe- triebnahme einer Cook-&-Chill-Küche in Berlin-Spandau Ende Oktober 2019 er- reicht. Aus der Zentralküche werden ab 2020 die Einrichtungen der Johannesstift Diakonie versorgt. Die Cateringleistungen sollen zukünftig auch externen Kunden an- geboten werden. Um langfristig in allen Sparten der Jo- hannesstift Diakonie wettbewerbsfähig zu bleiben, bedarf es stetiger Investitio- nen in eine moderne und leistungsstar- ke Infrastruktur. Es freut uns, dass diese strategische Zielsetzung, die wir als einen dauerhaften Prozess verstehen, trotz der schwierigen Umfeldbedingungen auch im Geschäftsjahr 2019 wieder erreicht werden konnte. Um nur einige Beispiele zu nennen: Hochmoderne Herzkatheter- labore im Martin Luther Krankenhaus so- wie im Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau nahmen den Betrieb auf. Das Wichernkrankenhaus eröffnete ein neues Bettenhaus auf dem Gelände des Evan- gelischen Johannesstifts. Und in Oranien- baum imLandkreisWittenberg öffnete ein neues Pflegewohnhaus für Senior*innen seine Pforten. Insgesamt investierte die Johannesstift Diakonie im Berichtsjahr 52,1 Millionen Euro. Auch im abgelaufenen Geschäfts- jahr wirkte sich in den Sparten Kranken- häuser, Behindertenhilfe und Jugendhilfe die weiter steigende Leistungsnachfrage positiv aus. Bei den Krankenhäusern tru- gen die Ausweitungen der diagnostischen und therapeutischen Leistungsangebote maßgeblich dazu bei. Neben den statio- nären Bereichen konnten über die Medi- zinischen Versorgungszentren außerdem die ambulanten Strukturen weiter aus- gebaut werden. Die Jugendhilfe setzte im Geschäftsjahr 2019 durch den Ausbau der Beratungsangebote den kontinuierlichen VORWORT 9 Johannesstift Diakonie   Geschäftsbericht 2019 VORWORT

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