JSD Geschäftsbericht 2019
wir freuen uns, Ihnen mit demGeschäfts- bericht der Johannesstift Diakonie erneut einen transparenten Einblick in ein er- eignisreiches Jahr 2019 zu ermöglichen. Zuvor ist es jedoch geboten, auf den Aus- bruch des Corona-Virus SARS-CoV-2 ein- zugehen, der uns alle überrascht hat und die Gesundheitssysteme global vor große Herausforderungen stellt. Um die Aus- breitung des Corona-Virus einzudämmen, reagierte die Bundesregierung im März 2020 mit einem Shutdown, der das öf- fentliche Leben weitest- gehend lahmlegte. Nach Beginn dieser Maßnah- men weiteten die me- dizinischen Einrichtun- gen der Johannesstift Diakonie die Versorgung SARS-CoV-2-infizierter Patient*innen durch den Aufbau zusätzli- cher Beatmungskapazitäten stark aus. Die Behandlung elektiver Patient*innenmuss- te dafür zunächst auf ein Minimum redu- ziert werden. Obwohl Bund und Länder finanzielleHilfspakete angekündigt haben, umden Fortbestand der Einrichtungen des Gesundheitswesens zu sichern, sind die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise bislang noch schwer absehbar. In Krisenzeiten wie diesen geben uns unsere Werte und Unter- nehmensgrundsätze die notwendige Orientierung und den Op- timismus, auch ungewöhnliche Herausforderungen zu bestehen. Gerade dieMission der Johannesstift Diakonie „Gutes tun. Jeden Tag“, die wir vor einem Jahr verabschiedet haben, erweist sich nun als wichtige Grundlage in Zeiten der Corona-Pandemie. Auch das Geschäftsjahr 2019 war von großen Herausforde- rungen geprägt. Im Zuge der Ende 2017 vollzogenen Unterneh- mensfusionmussten zumeinen strukturelle und organisatorische Veränderungen zum Abschluss gebracht werden. Zum anderen erschwerten externe Einflussfaktoren wie der sich weiter zuspit- zende Fachkräftemangel und die regulatorischen Eingriffe von Bund und Ländern die Arbeit unserer Einrich- tungen. So erlebte das deutsche Gesundheits- wesen in 2019 eine Vielzahl an Gesetzesnovel- len. Eine der gesetzlichen Neuregelungen, die einen Paradigmenwechsel in der Finanzierung der Krankenhäuser darstellt, wurdemit der Aus- gliederung der Pflegepersonalkosten aus den DRG-Fallpauschalen beschlossen. Die finanzi- ellen Folgen dieses Übergangs zumSelbstkostendeckungsprinzip werden sich erst in der Zukunft zeigen. Ein Höhepunkt im Juni 2019 war die Einführung der neuen Unternehmensmarke Johannesstift Diakonie. Vorangegangen war ein Leitbildprozess, der bereits im Vorjahr begonnen hatte. Dabei wurden die Identitäten und Kulturen der fusionierten Un- ternehmen, der Paul Gerhardt Diakonie und des Evangelischen Johannesstifts, vereint und eine gemeinsame Grundlage für die weitere Arbeit geschaffen. Die neue Marke mit dem neuen Erscheinungsbild wurde der Öffentlichkeit in den folgenden Liebe Leserin und lieber Leser, „Gemessen an den Herausforderungen in 2019 sind wir zufrieden, eine positive Bilanz für die Johannesstift Diakonie ziehen zu können.“ 8 Johannesstift Diakonie Geschäftsbericht 2019 VORWORT
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