JSD Geschäftsbericht 2019

Ebenso wurde am 27.März 2020 vom Bundes- rat das COVID19-Krankenhausentlastungs­ gesetz (COVID-19-KHEntlG) beschlossen, welches die wirtschaftlichen Folgen für sta- tionäre und ambulante Pflegeeinrichtungen kurzfristig auffangen soll. Ergänzt wird das neue Gesetz durch Änderungen des Infek- tionsschutzgesetzes (IfSG). Wegen der Unsicherheiten der finanziellen Auswirkungen der Coronavirus-Krise hat der Vorstand am 16.März 2020 beschlossen, alle Investitionen unabhängig von der Finan­ zierungsart (Eigen- oder Fördermittel) bis auf Weiteres zu verschieben. Ausgenommen sind bereits in den Vorjahren ausgelöste In- vestitionen sowie bis zur Beschlussfassung ausgelöste Investitionen der Planung 2020. Ebenfalls ausgenommen sind unabweisbare Ersatzbeschaffungen. Als zusätzliche Absi- cherung der Liquidität laufen Gespräche zur Erhöhung der Kreditlinien bei den Hausban- ken, von denen eine Erhöhung bereits fest durch die Bank zugesagt und die zweite Er- höhung bei der Bank beantragt ist. Erlöseinbußen durch den Ausfall elekti- ver Eingriffe in den Krankenhäusern, der Übersterblichkeit in Pflegeeinrichtungen und der vorübergehenden Schließung von Betreuungsangeboten in verschiede- nen Einrichtungen des Konzerns, Preissteigerungen durch Lieferengpässe bei einer Vielzahl von Materialgruppen, die in einem merklichen Anstieg der Beschaffungskosten resultieren, extra Kosten für die Schaffung zusätz­ licher Intensivkapazitäten und die Aus- rüstung der Mitarbeitenden mit Schutz- materialien, Ausfälle von Mitarbeitenden, insbeson­ dere in systemrelevanten Berufsgruppen, die zu eingeschränkten Versorgungs­ strukturen in den betroffenen Einrich­ tungen führen. Nach den bisherigen Erkenntnissen sind die Auswirkungen der Pandemie auf die deut- sche Wirtschaft kaum seriös abzuschätzen. Viel hängt davon ab, wie lange die Pandemie anhält. In einzelnen Bereichen sind Folgen aber bereits spürbar. Die Bundesregierung hat daher im März 2020 mehrere milliarden- schwere Hilfspakete auf den Weg gebracht, um den negativen wirtschaftlichen Auswir­ kungenentgegenzuwirken.Vorgesehensind eine Neuverschuldung von rund 150 Mrd. EUR sowie ein Rettungsschirm von bis zu 600 Mrd. EUR. COVID19- Krankenhaus entlastungs gesetz Johannesstift Diakonie   Geschäftsbericht 2019 L AGE B E R I CHT 94

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